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Zwei Norddeutsche in Kuba. Auf Einladung der Kubaner.
Zwei Monate tourten Olaf Grell und Nis Jesse in Kuba, spielten in prachtvollen
alten Sälen, in staatlichen Kulturinstituten oder unter freiem Himmel
über schrille Lautsprecher für die feiernde Landbevölkerung. Die
Kieler kamen an bei den Kubanern und wurden herumgereicht, bis in die
entlegensten Provinzen. Und ins Radio: Als Kuba 1998 erstmals wieder
Weihnachten feierte, spielte das Jesse-Grell-Duo "Oh Tannenbaum" im kubanischen
Rundfunk. Live.
Ob Sessions mit
kubanischen "Kulturarbeitern" oder Aufnahmen im Lokal-TV, Proben im
Stützpunkt des Duos - einem Haus in der Alt-Stadt von Santiago, der Heimat
des Son: Immer war ein Aufnahmegerät dabei, immer war sichergestellt,
daß Musik erhalten bleibt. Auch unter schwierigsten logistischen
Bedingungen, auch, wenn es mit Pferdefuhrwerken in Gegenden ging, in denen die
beiden Kieler zu den ersten Ausländern überhaupt gehörten, seit
Kuba sich geöffnet hat.
Der kleine,
aber weltoffene Hafen Kiel bot dem Gitarristen und Sänger Olaf Grell und
dem Akkordeonisten und Geiger Nis Jesse genug kulturelle Frischluft, um die
Düfte von Übersee zu schnuppern: Die beiden hörten Chilenen,
Peruanern und Brasilianern - was blieb, wenn die Gäste wieder weg waren,
war das südländische Repertoire der Nordlichter.
Eine ganze Reihe von Reisen hat Olaf Grell nach
Lateinamerika unternommen. 1994 war er für drei Monate im kubanischen
Santiago, um die Tres, die traditionelle Gitarre Kubas, zu erlernen. Bei der
Gelegenheit entstanden freundschaftliche Kontakte zu Musikern wie dem "Septeto
Santiaguero" oder dem Ensemble "Generaciones". Für den November 1998 lud
schließlich der Kulturdirektor Francisco Millares Ortiz der Provinz
Santiago de Cuba Olaf Grell und seinen Duo-Partner Nis Jesse Nis nach Santiago
ein.
Jesse & Grell sind: Olaf Grell Gitarre / Tres /
Gesang Nis Jesse Akkordeon / Geige / Gesang |
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